Hund Möbel­werke GmbH & Co KG
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Die Bürokon­zepte
Geläufige Varianten der Büroplanung

Das Bürokonzept ist die Umsetzung der Anfor­de­rungen aus der Analyse der aufge­führten Einfluss­parameter. Es ist daher weitaus mehr als die Möblierung einer Bürofläche, vielmehr ist es die Gestaltung einer Fläche nach ökono­mi­schen, ökolo­gi­schen und ergono­mi­schen Gesichts­punkten, in der zukunfts­sicher die heutigen und zukünf­tigen Arbeits­aufgaben und die verbun­denen Prozesse optimal bewältigt und unter­stützt werden.

Das Bürokonzept setzt sich neben dem Arbeits­platz aus einer Vielzahl verschie­dener Funktions­bausteinen zusammen, die sich je nach Konzept in ihrer Anzahl und Anordnung unter­scheiden.

Es gibt eine Fülle von Büro­konzepten, ergänzt durch diverse Arbeits­formen, die innerhalb der Konzepte berück­sichtigt werden können.

Die geläu­figsten Konzepte für die Büroplanung sind:

  • Zellenbüro
  • Gruppenbüro
  • Kombibüro
  • Open Space
  • Büroland­schaft

Zellenbüro

Das Zellenbüro ist die in Deutschland meist verbreitete Büroform. Die einzelnen Büros werden vor­wiegend als Ein- oder Zwei­personenbüros entlang der belich­teten Fassaden­seiten ausge­führt und über einen zentralen Flur erschlossen.

Charak­te­ris­tisch für das Zellen­büro­konzept ist eine relativ geringe Gebäu­de­tiefe mit gegen­über­liegenden Büroräumen, getrennt durch einen Erschlie­ßungsflur.

Die Größe der Räume orien­tiert sich zumeist am Fassaden­raster. Um mögliche Umbauten bei Verän­de­rungen vornehmen zu können, werden die Büro­trennwände und Flurwände meist als System­trenn­wände ausge­führt.

Die technische Versorgung der Arbeits­plätze erfolgt größten­teils über Brüstungs­kanäle oder Boden­tanks entlang der Fassade. Die Beleuchtung erfolgt über Raster­ein­bau­leuchten oder regel­mäßig abgehängte Pendel­leuchten.

Die Steuerung der Heizung, Lüftung und des Blend­schutzes ist raumweise indivi­duell regelbar.

Pro und Contra für das Zellenbüro

PRO ZELLENBÜRO

  • sehr konzen­triertes Arbeiten möglich
  • kaum akustische oder visuelle Störungen
  • Mitar­beiter fühlen sich wohl, weil es „ihr“ Büro ist
  • hohes Maß an Indivi­dua­li­sier­barkeit
  • als Zwei­personen­büro mit Möglichkeit zur spontanen Kommu­ni­kation
  • große Mitar­bei­ter­ak­zeptanz

CONTRA ZELLENBÜRO

  • sehr hoher Flächen­bedarf
  • lange Laufwege zu Sonder­funk­tionen (Zentral­drucker, Archive, Bespre­chung, TK)
  • kaum direkte und spontane Kommu­ni­kation möglich
  • Kommu­ni­kation muss geplant und in Bespre­chungs­räumen abgehalten werden
  • im Zweiper­so­nenbüro perma­nente Störungen durch das Gegenüber
  • Aufwand bei Umnut­zungen extrem hoch
  • für Besucher bieten sich lange Flure, ohne Mitar­beiter zu sehen
  • Indivi­dua­li­sier­barkeit ufert häufig aus

Das reine Zellenbüro als Einzel- oder Doppel­büro wird häufig auf Grund der geringen Flächen­effizienz und der geringen Kommu­ni­kation unter den Mitar­beitern als veraltet bezeichnet, wenngleich es bei der reinen Sach­bearbeitung mit klar abgegrenzten Arbeits­aufgaben, sowie zur Umsetzung von Hierarchie­anforderungen durchaus alter­na­tivlos ist.

Fazit für das Zellenbüro

EFFIZIENZ

Geringe Flächen­ef­fi­zienz durch hohen Anteil an Verkehrs- und Konstruk­ti­ons­flächen

KOMMU­NI­KATION

Kaum spontane Kommu­ni­kation; eher isoliertes Arbeiten

EINRICHTUNG

Standard­mo­biliar verschie­denster Art einsetzbar, kaum Sonder­mo­biliar

ARBEITS­AUFGABE

Konzen­trierte Einzel­arbeit wird unter­stützt, ebenso Diskretion und Hierarchie

KULTUR

Wenig Offenheit und Gemein­samkeit abbildbar, Hierar­chien umsetzbar

ARCHI­TEKTUR

Geringe Gebäu­de­tiefe (2x Büro + 1x Flur), gleich­mä­ßiges Achsraster

Gruppenbüro

Das Gruppenbüro soll Mitar­beiter mit gleichen oder abhän­gigen Tätig­keiten zusammen­bringen und die spontane Kommu­ni­kation unter­stützen. Es unter­scheidet sich im Grund­prinzip kaum vom Zellenbüro, jedoch ist die Grund­riss­teilung großzü­giger, so dass ca. 3 bis 10 Mitar­beiter pro Raum Platz finden.

Da in Gruppen­büros häufig auch in zweiter Reihe möbliert wird, sollte dies bei der Gebäude­tiefe Berück­sichtigung finden. Auch beim Gruppen­büro ist die gegen­über­liegende Anordnung der Büros mit dazwi­schen liegendem Erschlie­ßungsflur üblich.

Die Größe der Räume orien­tiert sich zumeist am Fassaden­raster. Um mögliche Umbauten bei Verän­de­rungen vornehmen zu können, werden die Büro­trenn­wände und Flur­wände häufig als System­trenn­wände ausge­führt. Innerhalb der Räume werden gerade bei hoher Personen­zahlen akustisch wirksame Abschir­mungen als mobile Stell­wände integriert oder das Mobiliar mit entspre­chenden Eigen­schaften oder Adaptionen ausge­stattet.

Die technische Versorgung der Arbeits­plätze erfolgt meist über Brüstungs­kanäle oder Boden­tanks entlang der Fassade. Die Arbeits­plätze in zweiter Reihe können über die Tische in erster Reihe versorgt werden. Die Beleuchtung erfolgt über Raster­einbau­leuchten oder regel­mäßig abgehängten Pendel­leuchten. Auch Steh­leuchten mit direktem und indirektem Licht­anteil werden häufig einge­setzt, da sie die Flexi­bi­lität der Möblierung unter­stützen können und das Licht gerade in größeren Räumen gezielter aktiviert werden kann.

Die Steuerung der Heizung, Lüftung und des Blend­schutzes ist raumweise indivi­duell regelbar.

Pro und Contra für das Gruppenbüro

PRO GRUPPENBÜRO

  • ideal für Projekt­arbeit oder Erledigung gleicher Arbeits­auf­gaben
  • hohe Flächen­ef­fi­zienz möglich
  • spontane und direkte Kommu­ni­kation innerhalb der Gruppe sehr gut
  • Mitar­bei­ter­gruppen fühlen sich wohl, weil es „ihr“ Büro ist
  • hohes Maß an Indivi­dua­li­sier­barkeit innerhalb der Gruppe
  • Möglichkeit zur ausge­prägten Kolle­gialitä

CONTRA GRUPPENBÜRO

  • perma­nente Störungen durch andere Mitar­beiter
  • lange Laufwege zu Sonder­funk­tionen (Zentral­drucker, Archive, Bespre­chung, TK)
  • spontane Kommu­ni­kation stört andere, daher muss die Kommu­ni­kation geplant und in Besprechungs­räumen abgehalten werden
  • Aufwand bei räumlichen Verän­de­rungen hoch
  • für Besucher bieten sich lange Flure, ohne Mitar­beiter zu sehen
  • geringe Mitar­bei­ter­ak­zeptanz
  • ein Raumklima für viele Mitar­beiter

Die Gruppen­büro­struktur ermög­licht Projekte oder Teil­projekte, Fach­bereiche und Mitar­beiter mit vonein­ander abhän­gigen Tätig­keiten räumlich zu konzen­trieren. Die Akzeptanz gegenüber dieser Büroform sinkt häufig mit zuneh­mender Größe der Gruppen. Die akusti­schen und visuellen Störungen sind trotz geeig­neter Maßnahmen kaum gänzlich zu besei­tigen.

Fazit für das Gruppenbüro

EFFIZIENZ

Mittlere Flächen­ef­fi­zienz durch hohen Anteil an Verkehrs- und Konstruk­ti­ons­flächen

KOMMU­NI­KATION

spontane Kommu­ni­kation im Büro, dadurch Störungen

EINRICHTUNG

Einheit­liches, unter­ein­ander kombi­nier­bares Standard­mo­biliar

ARBEITS­AUFGABE

Teamarbeit in unter­schied­lichen Teamgrößen wird unter­stützt, Projekt­arbeit

KULTUR

Sehr unter­schied­liche Arbeits­platz­qua­li­täten

ARCHI­TEKTUR

Große Gebäu­de­tiefe (2x Büro zweireihig möbliert + 1x Flur), gleich­mä­ßiges Fassa­den­raster

Kombibüro

Beim Kombibüro werden die Vorteile des Zellen­büros mit denen des Groß­raum­büros vereint, indem zwar die Zellen­struktur für die Büros erhalten bleibt, diese sich jedoch trans­parent zu einer verbin­denden Kombizone öffnen. Die Kombizone bietet Möglich­keiten zur Kommu­ni­kation und bildet arbeits­platznahe Funkti­ons­flächen ab.

Das Kombibüro benötigt sehr tiefe Grund­risse, in denen neben den beiden Büro­flächen entlang der Fassade eine zusätz­liche Multi­funktions­fläche nebst Erschließungs­fluren einge­plant werden müssen.

Die reinen Büro­flächen sind eine Mischung aus Zellen- und Gruppen­büros, deren Breiten­dimension sich ebenfalls am Fassaden­raster orien­tiert.

Die technische Versorgung der Arbeits­plätze erfolgt größten­teils über Brüstungs­kanäle oder Boden­tanks entlang der Fassade. Die Beleuchtung erfolgt mit Raster­einbau­leuchten oder regel­mäßig abgehängten Pendel­leuchten.

Die als Kombizone bezeichnete Mittelzone integriert infra­struk­tu­relle Einrich­tungen und Kommunikations­flächen. Sie ist über Boden­tanks versorgt und mit indivi­du­eller Beleuchtungs­planung ausge­stattet.

Im Kontrast zu den regel­mä­ßigen und gleich­ar­tigen Zellen­büros entlang der Fassade, bietet die Mittelzone abwei­chende Gestal­tungs­mög­lich­keiten.

Pro und Contra für das Kombibüro

PRO KOMBIBÜRO

  • kurze Wege zu infra­struk­tu­rellen Einrich­tungen (z.B. Technik, TK, Bespre­chung)
  • spontane Kommu­ni­kation in der Kombizone möglich
  • hoher Gestaltungs­spielraum in der Kombizone
  • Erschließungs­flächen erscheinen nicht mehr so lang
  • Kombizone belebt das Büro
  • hohe Akzeptanz der Kombizone bei den Mitar­beitern
  • Vorteile des Zellen- oder Gruppen­büros bleiben erhalten
  • für Büro­arbeitsplätze nicht geeignete Innen­zonen können genutzt werden

CONTRA KOMBIBÜRO

  • relativ hoher Flächen­bedarf
  • Störungen innerhalb der Büros bleiben erhalten
  • zusätz­liche akustische und visuelle Störungen durch Belebung der Kombizone
  • Aufwand bei Umnut­zungen innerhalb der Büroflächen hoch
  • Kombizone ist Allgemein­raum und muss daher „gepflegt“ werden

Das Kombibüro mit der zentralen Kombizone ist sicherlich eine gute Weiter­entwicklung der reinen Zellen­struktur. Die Kombizone stellt einen echten Mehrwert für die Mitar­beiter aber auch für die effiziente Erledigung der Arbeits­aufgabe dar.

Fazit für das Kombibüro

EFFIZIENZ

Geringe bis mittlere Flächen­ef­fi­zienz durch hohen Anteil an Verkehrs- und Konstruk­tionsflächen, Sonder­funktionen in der Kombizone

KOMMU­NI­KATION

Spontane und geplante Kommu­ni­kation in der Kombizone

EINRICHTUNG

Standard­mo­biliar verschie­denster Art einsetzbar, Sonder­mo­biliar in der Kombizone

ARBEITS­AUFGABE

Konzen­trierte Einzel­arbeit wird unter­stützt, spontane Kommu­ni­kation gefördert

KULTUR

Die Kombizone fördert die Kommu­ni­kation und die Gemein­schaft

ARCHI­TEKTUR

Große Gebäu­de­tiefe (2x Büro + 1x Kombizone + 2x Flur)

Open Space Büro

Das Open Space Büro, abgeleitet aus früheren Groß­raumbüro-Ansätzen, ist eine Weiter­ent­wicklung dieser offenen Büroform. In sinnvolle Teilgrößen struk­tu­riert und ergänzt durch ein breites Angebot an Kommunikations­flächen, funktio­nalen Zusatz­angeboten und der Möglichkeit von tempo­rären Sonder­arbeits­formen, bildet das heutige Open Space Büro eine flexible Büroge­staltung.

Das Open Space Büro benötigt tiefe Grund­risse, in denen neben den beiden Büroflächen entlang der Fassade, die teilweise dreireihig möbliert werden, eine zusätz­liche Mittelzone nebst Erschließungs­fluren einge­plant werden müssen.

Wurden in den vergan­genen Jahren die Flächen fast vollständig von festen Wänden befreit, so werden heute häufig Misch­formen umgesetzt, die verschiedene offene Büroflächen vonein­ander trennen und somit vor allem akustische Behag­lichkeit erzeugen sollen. Die großen ungeteilten Büroflächen werden häufig mit Schreib­tisch­gruppen oder Work­benches beplant, wobei vor allem auf die akustische Abschirmung der Arbeits­plätze zu achten ist.

Mögliche akustische und visuelle Störungen müssen in der Planung genau ermittelt und weitest­gehend ausge­schlossen werden. Da die gesamte Tiefe des Bau­körpers besiedelt wird, erfolgt die technische Versorgung meist über Boden­tanks in Hohlraum­böden/Doppelböden. Die Beleuchtung folgt der flexiblen Nutzung und erfolgt häufig über Steh­leuchten am Arbeits­platz oder regel­mäßig abgehängten Pendel­leuchten.

Zentrale Funktionen wie Drucker­pools, Akten­archive, Besprechungs­räume, Garde­roben etc., können in der Mittelzone geplant werden, ähnlich dem Kombibüro.

Pro und Contra für das Open Space Büro

PRO OPEN SPACE BÜRO

  • kurze Wege zu infra­struk­tu­rellen Einrich­tungen (z.B. Technik, TK, Bespre­chung)
  • spontane Kommu­ni­kation sehr gut möglich
  • hohe Flexi­bi­lität in der Grundriss­gestaltung
  • extrem hohe Flächen­ef­fi­zienz möglich
  • Desks­haring und non-terri­torial Office-Konzepte gut umsetzbar
  • Team- und Projekt­arbeit in flexiblen Größen gut umsetzbar
  • für Büroar­beits­plätze nicht geeignete Innen­zonen können genutzt werden

CONTRA OPEN SPACE BÜRO

  • große akustische und visuelle Störungen
  • konzen­triertes Arbeiten kaum möglich
  • sehr unter­schied­liche Arbeitsplatz­qualitäten
  • geringe Akzeptanz bei den Mitar­beitern

Gerade im Hinblick auf die Flächen­effizienz ist das Open Space Büro in der heutigen Zeit sehr inter­essant, jedoch bedingt es eine gewis­sen­hafte Betrachtung der möglichen akusti­schen und visuellen Störungen und die Umsetzung entspre­chender Maßnahmen. Der häufigste Grund für das Scheitern dieses Konzeptes sind die akusti­schen und visuellen Störungen sowie das Versäumnis, die Mitar­beiter bei der Umsetzung dieses neuen Konzeptes nicht mit einge­bunden zu haben.

Fazit für das Open Space Büro

EFFIZIENZ

hohe Flächen­ef­fi­zienz, Sonder­funk­tionen in der Mittelzone

KOMMU­NI­KATION

spontane und geplante Kommu­ni­kation am Arbeits­platz und in der Mittelzone

EINRICHTUNG

Möbel­systeme, verkettbar, akustisch wirksame Elemente

ARBEITS­AUFGABE

Gruppen-, Projekt- und Teamarbeit wird unter­stützt, konzen­trierte Einzel­arbeit erschwert

KULTUR

offene, trans­pa­rente Struktur, lebendige Büro­gemeinschaft

ARCHI­TEKTUR

große Gebäu­de­tiefe (2x Büro + 1x Multi­funk­ti­onszone + 2x Flur)

Büroland­schaft

Das heutige Büro wird nicht mehr rein als Arbeits­platz, sondern vielmehr als Lebens­raum gesehen. Somit wird gerade in jüngster Zeit versucht, das Büro erleb­barer zu gestalten, als Ort, an dem man sich wohl fühlt, um somit die Kreati­vität und Produk­ti­vität zu steigern. Die Büro­landschaft hebt die Strenge der Archi­tektur eines Büro­gebäudes im Inneren auf und bildet verschiedene Büro­formen in unter­schied­licher Ausprägung ab. Dabei steht die sich verän­dernde Anfor­derung der Arbeits­aufgabe an die Gestaltung des Arbeits­platzes im Vorder­grund.

Die Büro­landschaft kann in unter­schiedlich tiefen Grund­rissen abgebildet werden, da die Erschließung angepasst werden kann.

Die Büro­landschaft lebt besonders in der Zukunft von der Flexi­bi­lität ihrer Umgestaltungs­möglichkeiten, somit sind Raum­begrenzungen, Funkti­ons­module und die Arbeits­plätze möglichst flexibel zu gestalten. Die Anfor­de­rungen an den Arbeits­platz sind sehr unter­schiedlich, je nach Bereich, in dem er geplant ist.

Somit müssen auch bei diesem Büro­konzept gerade in den offenen Bereichen mögliche akustische und visuelle Störungen in der Planung genau ermittelt und ausge­schlossen werden.

Um die Flexi­bi­lität der Grundriss­gestaltung zu wahren, erfolgt die technische Versorgung meist über Boden­tanks in Hohl­raum­böden/Doppelböden. Die Beleuchtung folgt der flexiblen Nutzung und erfolgt häufig über Steh­leuchten am Arbeits­platz.

Zentrale Funktionen wie Drucker­pools, Akten­ar­chive, Besprechungs­räume, Garde­roben etc., werden in die Büro­landschaft integriert.

Pro und Contra für die Büroland­schaft

PRO BÜROLAND­SCHAFT

  • kurze Wege zu infra­strukturellen Einrich­tungen (z.B. Technik, TK, Bespre­chung)
  • spontane Kommu­ni­kation möglich
  • hohe Flexi­bi­lität in der Grund­riss­ge­staltung
  • hohe Flächen­ef­fi­zienz möglich
  • Desks­haring und non-terri­torial Office-Konzepte gut umsetzbar
  • Team- und Projekt­arbeit in flexiblen Größen gut umsetzbar
  • für Büro­arbeitsplätze nicht geeignete Innen­zonen können genutzt werden
  • das Büro wird zum Erleb­nisraum
  • der Arbeits­platz entspricht der Arbeits­aufgabe und kann sich mit ihr verändern
  • die kreative Gestaltung ist Ausdruck einer kreativen Unter­nehmens- und Arbeits­kultur

CONTRA BÜROLAND­SCHAFT

  • akustische und visuelle Störungen
  • sehr unter­schied­liche Arbeits­platz­qua­li­täten
  • der Arbeits­platz ist nur noch bedingt persönlich zugeordnet (keine Indivi­dua­li­sierung)

Das Bürokonzept der Büro­landschaft entspricht sehr dem derzei­tigen Zeitgeist, das Büro soll längst nicht mehr nur Erfül­lungsort sein, sondern soll sich schnell und flexibel auf verän­derte Arbeits­aufgaben anpassen und den Mitar­beitern ein Umfeld bieten, in dem sie sich wohl fühlen und kreativ und effektiv arbeiten können.

Die Büro­landschaft bedarf jedoch einer kreativen Planung und Gestaltung der Arbeits­plätze und Funkti­ons­flächen. Ebenso ist der Einbezug der Mitar­beiter in die Planung im Rahmen eines Change Management sinnvoll.

Fazit für die Büroland­schaft

EFFIZIENZ

geringe bis Mittlere Flächen­ef­fi­zienz je nach Gestaltung, Sonder­funk­tionen in der Fläche

KOMMU­NI­KATION

spontane und geplante Kommu­ni­kation am Arbeits­platz und in den Sonder­flächen

EINRICHTUNG

gemischtes Mobiliar, Sonder­mo­biliar in den Sonder­flächen, akustisch wirksame Elemente

ARBEITS­AUFGABE

Einzel-, Gruppen-, Projekt- und Teamarbeit kann abgebildet werden

KULTUR

offen, trans­pa­rente Struktur, lebendige Büroland­schaft, Desks­haring und non-terri­torial Office-Konzepte umsetzbar

ARCHI­TEKTUR

große Gebäu­de­tiefe wünschenswert, Planung kann sich jedoch der Archi­tektur anpassen

Bürokon­zepte im direkten Vergleich

EFFIZIENZ

Zellenbüro

geringe Flächen­ef­fi­zienz

Gruppenbüro

hohe Flächen­ef­fi­zienz

Kombibüro

mittlere Flächen­ef­fi­zienz

Open Space

sehr hohe Flächen­ef­fi­zienz

Büroland­schaft

mittlere Flächen­ef­fi­zienz

KOMMU­NI­KATION

Zellenbüro

gering

Gruppenbüro

gering, innerhalb des Büros hoch

Kombibüro

in der Kombizone hoch

Open Space

sehr hoch, u. U. störend

Büroland­schaft

sehr hoch in verschie­denen Formen

EINRICHTUNG

Zellenbüro

Standard­mo­biliar

Gruppenbüro

Standard­mo­biliar, Systemmöbel

Kombibüro

Standard­mo­biliar, indivi­duell in der Kombizone

Open Space

Systemmöbel mit akusti­schen Kompo­nenten

Büroland­schaft

sehr indivi­duell und kreativ

ARBEITS­AUFGABE

Zellenbüro

Sacharbeit, konzen­triert, vertraulich

Gruppenbüro

Teamarbeit, Gruppen­arbeit

Kombibüro

Teamarbeit, Gruppen­arbeit im Austausch

Open Space

Gruppen-Projekt­arbeit

Büroland­schaft

verschiedene Arten

KULTUR

Zellenbüro

diskret, hierar­chisch, unfle­xibel

Gruppenbüro

diskret, wenig indivi­duell, unfle­xibel

Kombibüro

kommu­ni­kativ, dennoch diskret, gemein­schafts­för­dernd

Open Space

wenig indivi­duell, teamori­en­tiert

Büroland­schaft

offen, kreativ, indivi­duell, freundlich

ARCHI­TEKTUR

Zellenbüro

gleich­mä­ßiges Raster, geringe Gebäu­de­tiefe

Gruppenbüro

gleich­mä­ßiges Raster, mittlere Gebäu­de­tiefe

Kombibüro

gleich­mä­ßiges Raster, hohe Gebäu­de­tiefe

Open Space

große Gebäu­de­tiefe

Büroland­schaft

große Gebäu­de­tiefe