Hund Möbel­werke GmbH & Co KG
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Die Planungs­pa­ra­meter
Fixe Einfluss­fak­toren, die den Alltag charak­te­ri­sieren.

Effizienz
Die beste Basis für motiviertes Arbeiten.

Grund­lagen

Effizienz ist das Maß für ein Ergebnis unter Berück­sich­tigung der einge­setzten Mittel. Dieses Ergebnis ist in der Büroplanung ein der Arbeits­aufgabe und den Kommunikations­anforderungen entspre­chendes Bürokonzept, welches die Gesund­erhaltung der Mitar­beiter sichert und ihre Motivation fördert. Die einge­setzten Mittel sind vor allem die Inves­ti­tionen in die Immobilie, in die Einrichtung, in die Infra­struktur und in die Arbeits­mittel.

Während einige dieser Kosten fortlaufend sind, sind die Anschaf­fungs­kosten für die Einrichtung des Büros einmalig, zumindest für lange Zeit. Sie sind im Verhältnis zu den fortlau­fenden Kosten gering, wenngleich die Einrichtung bei den Mitar­beitern sehr intensiv wahrge­nommen wird.

Dennoch wird der Begriff Effizienz in der Büroplanung häufig nur im Zusam­menhang mit der Flächen­ef­fi­zienz genannt. Es geht also darum, die zur Verfügung stehende oder neu zu schaf­fende Fläche möglichst effizient zu nutzen.

Effizient wird es demnach vor allem dann, wenn möglichst viele Arbeits­plätze auf möglichst geringer Bürofläche unter­ge­bracht werden. Die Reduzierung der Effizienz allein auf diesen Parameter reicht jedoch nicht aus.

Konse­quenz

Bei der Betrachtung der Effizienz eines Bürokon­zeptes darf nicht allein die benötigte Bürofläche analy­siert werden. Effizient wird ein Bürokonzept vor allem dann, wenn alle für die Konzept­ent­wicklung genannten Bausteine gleicher­maßen berück­sichtigt wurden.

Kurze Kommu­ni­ka­ti­onswege und optimierte Prozess­un­ter­stüt­zungen sparen Zeit, ergono­mische Arbeits­plätze und gutes Raumklima erhalten die Gesundheit und reduzieren Ausfall­zeiten. Die Ausstattung und Gestaltung der Fläche, das Angebot an Recreation und die Auswahl des Mobiliars reduzieren ebenfalls die Ausfall­zeiten und motivieren zudem die Mitar­beiter. Die Möglichkeit der flexiblen Anpassung der Räume und Ausstat­tungen bei zukünf­tigen Verän­de­rungen, spart langfristig Geld und vermeidet Ausfall­zeiten.

Die Effizienz ist also kein Parameter, der einmalig bei der Planung zu berück­sichtigen ist, vielmehr zeigt sich die Effizienz eines Büro­konzeptes über die Dauer der Nutzung.

Fazit zur Effizienz

ZELLENBÜRO

hoher Flächen­bedarf pro Arbeits­platz, sehr geringe Flexi­bi­lität für Anpas­sungen der Arbeits­platz­kon­stel­la­tionen

GRUPPENBÜRO

mittlerer Flächen­bedarf pro Arbeits­platz (je nach Gruppen­größe), hohe Flexi­bi­lität innerhalb der Gruppe

KOMBI-BÜRO

sehr hoher Flächen­bedarf pro Arbeits­platz, geringe Flexi­bi­lität in der Arbeits­platz­struktur, gute Flexi­bi­lität bei den Zusatz­funk­tionen in der Kombizone

OPEN SPACE BÜRO

sehr geringer Flächen­bedarf pro Arbeits­platz, sehr hohe Flexi­bi­lität in der Anpassung der Arbeits­platz­struktur

BÜROLAND­SCHAFT

unter­schied­licher Flächen­bedarf pro Arbeits­platz, insgesamt ein sehr flexibles Konzept, wenngleich einzelne Bereiche sehr unfle­xibel sein können

Kommu­ni­kation
Entschei­dende Faktoren für den reibungs­losen Austausch.

Grund­lagen

Die Berück­sich­tigung der Anfor­de­rungen an die Kommu­ni­kation stellt einen der entschei­denden Faktoren für das zukünftige Bürokonzept.

Ein Bürokonzept muss alle Anfor­de­rungen an spontaner und geplanter Kommu­ni­kation zwischen Mitar­beitern, Abtei­lungen und Unter­neh­mens­ein­heiten berück­sich­tigen und unter­stützen. In einer Bedarfs­analyse, die sowohl den IST‑Zustand, als auch den SOLL‑Zustand betrachtet, müssen diese Kommunikations­anforderungen sehr spezi­fisch ermittelt werden – zwischen einzelnen Mitar­beitern, Abtei­lungen, einzelnen Mitar­beitern verschie­dener Abtei­lungen und Unter­neh­mens­ein­heiten.

Bei der Analyse der Kommu­ni­ka­ti­ons­an­for­de­rungen sind im Beson­deren auch hierar­chische Struk­turen zu berück­sich­tigen, die Einfluss auf die direkte Kommu­ni­kation haben können.

Konse­quenzen

Aus den Anfor­de­rungen an den Kommu­ni­ka­ti­ons­bedarf ergibt sich eine Empfehlung hinsichtlich eines geeig­neten Bürokon­zeptes, welches auf alle weiteren Bausteine Auswir­kungen hat.

Da die Analyse der Kommu­ni­ka­ti­ons­an­for­de­rungen unter­schied­liche Ergeb­nisse innerhalb eines Unter­nehmens hervor­bringen wird, gibt es also nicht das eine einzig richtige Bürokonzept für ein Unter­nehmen, sondern eine sinnvolle Mischung verschie­dener Umset­zungen.

Das Bürokonzept des Unter­nehmens kann sich also aus Modulen verschie­dener Konzepte zusammen­setzen, die in ihrer Klein­teiligkeit bis auf einzelne Mitarbeiter­gruppen herunter­gebrochen werden können und somit den unter­schied­lichen Anfor­de­rungen an die Kommu­ni­kation gerecht werden.

Analyse

Die Analyse der Kommu­ni­ka­ti­ons­an­for­de­rungen sollte von der gesamten Unter­neh­mens­einheit bis hin zu den einzelnen Mitar­beitern geführt werden. Dies kann im Rahmen von Inter­views wie folgt abgebildet werden:

Arten der Kommu­ni­kation

Diese Analyse der Kommu­ni­ka­ti­ons­be­zie­hungen ermög­licht einen Eindruck darüber, wie stark eine Abteilung kommu­ni­ziert und mit wem. Die räumliche Nähe von Abtei­lungen, die stark mitein­ander kommu­ni­zieren, ist die Konse­quenz. Parallel muss solch eine Matrix jedoch auch für die einzelnen Mitar­beiter erstellt werden, um heraus­zu­finden ob sich der hohe Kommuni­kations­bedarf auf die ganze Abteilung bezieht oder nur auf einzelne Mitar­beiter und vor allem, wie kommu­ni­ziert wird. Erst aus dieser Analyse kann ein konkretes Konzept zur Arbeits­platz­planung abgeleitet werden.

Folgende Kommu­ni­ka­ti­ons­arten können unter­schieden werden:

Direkte spontane Kommu­ni­kation
Verbaler Austausch „über den Schreib­tisch hinweg“

Perma­nente Kommu­ni­kation
Kommu­ni­kation innerhalb von Ablauf­prozessen und Projekten – spontan, geplant, meist geregelt

Infor­ma­tions-Kommu­ni­kation
geplante Kommu­ni­kation von Projekt- oder Unter­neh­mens­in­for­ma­tionen

Fazit zur Kommu­ni­kation

Grund­sätzlich kann festge­halten werden, dass die Kommu­ni­kation der Konzen­tration nicht dienlich ist. Gerade die spontane Kommu­ni­kation stellt häufig eine Störung im Arbeits­ablauf dar. Die verschie­denen Bürokon­zepte bieten Vor- und Nachteile hinsichtlich des Zusam­men­spiels von Kommu­ni­kation und Konzen­tration.

ZELLENBÜRO

hohe Konzen­tration, geringe spontane Kommu­ni­kation

GRUPPENBÜRO

geringe Konzen­tration, hohe spontane Kommu­ni­kation

KOMBI-BÜRO

hohe Konzen­tration, geringe bis gute Kommu­ni­kation

OPEN SPACE BÜRO

geringe Konzen­tration, hohe spontane Kommu­ni­kation

BÜROLAND­SCHAFT

unter­schied­liche Konzen­tration und Kommu­ni­kation

Einrichtung
Harmonie für mehr Wohlbe­finden.

Grund­lagen

Bei der Einrichtung eines Büroar­beits­platzes beschränkt man sich häufig auf die Auswahl des Büromo­bi­liars. Mit der Einrichtung des Arbeits­platzes ist jedoch die Symbiose aus verschie­denen Parametern gemeint, die zusammen ein harmo­ni­sches Ganzes ergeben:

Das Mobiliar

Das Mobiliar muss allen gültigen Normen und Richt­linien entsprechen und eventuelle Beson­der­heiten der Arbeits­aufgabe erfüllen (Ablage­systeme, technische Ausstattung etc.)

Die Raumakustik

Schlechte Sprach­ver­ständ­lichkeit oder akustische Störungen wirken sich nicht nur negativ auf die Konzen­tration aus, sondern können anhaltend eine gesund­heit­liche Belastung darstellen.

Die Beleuchtung

Neben der Beleuchtung des Arbeits­platzes mit künst­lichem Licht, geht es vor allem auch um die Steuerung der natür­lichen Belichtung. Der Arbeits­platz muss zu jeder Jahres- und Tageszeit der Arbeits­aufgabe entspre­chend ausrei­chend belichtet sein, ohne Blendungen oder Verschat­tungen hervor­zu­rufen. Die Anfor­de­rungen an die licht­tech­nische Ausstattung des Arbeits­platzes sind zwar gesetzlich formu­liert, letztlich aber auch abhängig von der Arbeits­aufgabe und dem persön­lichen Empfinden des einzelnen Mitar­beiters.

Die Raumar­chi­tektur

Die Räume müssen so geplant sein, dass alle gesetz­lichen Anfor­de­rungen an Abstands- und Verkehrs­flächen einge­halten werden können. Darüber hinaus gilt es eine Raumgeo­metrie abzubilden, die ein behag­liches Raumgefühl vermittelt (Vermeidung von zu niedrigen oder zu hohen Räumen, oder von sog. Schläuchen).

Das Raumklima

Grund­sätzlich ist es empfeh­lenswert, das Raumklima durch den Mitar­beiter steuerbar zu machen. In Räumen mit mehreren Mitar­beitern und zentralen Regelungen aus energe­ti­schen Überle­gungen machen dies häufig nicht möglich. Somit ist durch Messungen und Befra­gungen eine angepasste Steuerung von Tempe­ratur, Luftfeuch­tigkeit und Frisch­luft­zufuhr sicher­zu­stellen.

Die Raumin­fra­struktur

Mit der Raumin­fra­struktur sind vor allem technische Ausstat­tungen gemeint, die sinnvoll zur Verfügung stehen sollten. Hier gilt es Kabel­füh­rungen im Bewegungs­bereich des Nutzers zu vermeiden, ebenso Notwendig­keiten von techni­schen Aus­rüstungen, wie z.B. Arbeits­platz­dru­ckern, zu prüfen.

Wird auch nur einer dieser Parameter nicht optimal angepasst, wird dies Konse­quenzen auf das Wohlbe­finden des Mitar­beiters haben und somit auf seine Gesundheit, seine Motivation und am Ende auf seine Produk­ti­vität.

Fazit zur Einrichtung

ZELLENBÜRO

indivi­du­elles Mobiliar möglich, auf den Arbeits­platz abgestimmte Beleuchtung und Belichtung, der Technik entspre­chende ELT‑Ausstattung

GRUPPENBÜRO

Möbel­system verkettbar, mit akustisch wirksamen Adaptionen oder Zusatz­ele­menten, flexible Führung und Aufnahme der ELT‑Komponenten, gleich­mäßige Grund­beleuchtung, evtl. ergänzt durch Steh- oder Arbeits­platz­leuchten

KOMBI-BÜRO

indivi­du­elles Büromo­biliar möglich, auf den Arbeits­platz abgestimmte Beleuchtung und Belichtung, der Technik entspre­chende ELT‑Ausstattung, indivi­du­elles Mobiliar in der Kombizone, evtl. Sonder­an­fer­tigung, mit Grund- und Sonder­beleuchtung, entspre­chend der Nutzungs­einheit der Kombizone

OPEN SPACE BÜRO

verkettbare Möbel­systeme, mehrreihig, mit akustisch wirksamen Adaptionen oder Zusatz­ele­menten, flexible Führung und Aufnahme der ELT‑Komponenten, gleich­mäßige Grund­beleuchtung, evtl. ergänzt durch Steh- oder Arbeits­platz­leuchten

BÜROLAND­SCHAFT

verkettbare flexible Möbel­systeme, je nach Einsatz­be­reich verän­derbar, mit akustisch wirksamen Adaptionen oder Zusatz­elementen, flexible Führung und Aufnahme der ELT‑Komponenten, gleich­mäßige Grund­beleuchtung, evtl. ergänzt durch Steh- oder Arbeits­platz­leuchten, indivi­du­elles Mobiliar in der Kombizone, evtl. Sonder­anfertigung, mit Grund- und Sonder­beleuchtung, entspre­chend der Nutzungs­einheit der Kombizone.

Konse­quenzen

Die verschie­denen Bürokon­zepte stellen sehr unter­schied­liche Anfor­de­rungen an die Einrichtung. Bei einer Neumö­blierung kann man auf Basis des Bürokon­zeptes entspre­chendes Mobiliar anschaffen und die weiteren Parameter gestalten, bei einer Änderung des Bürokon­zeptes unter Verwendung des vorhan­denen Mobiliars ist dies schwie­riger.

So bedingen flexible Bürokon­zepte ebenso flexibles Mobiliar und Ausstat­tungen. Nicht nur, dass Tische eventuell bewusst richtungslos ausge­führt werden, sollten auch die EDV- und Elektro­installationen verän­derbar sein.

Neben den aktuellen recht­lichen Grund­lagen für den Büroar­beits­platz sollten vor allem auch aktuelle Erkennt­nisse zur Raumakustik und Beleuchtung in das neue Konzept einfließen.

Oberstes Ziel bei der Gestaltung von Büro­arbeitsplätzen ist es, die Gesund­erhaltung der Mitar­beiter sicher­zu­stellen, die Motivation zu fördern und den Arbeits­ablauf zu unter­stützen.

Arbeits­aufgabe
Grund­stein für perfekte Arbeits­ab­läufe.

Grund­lagen

Die Arbeits­aufgabe des einzelnen Mitar­beiters ist der Grund­stein für die Entwicklung eines geeig­neten Bürokon­zeptes. Die Art der Tätigkeit, die Prozesse und Abläufe die sich aus ihr ergeben, bestimmen die Anfor­de­rungen an den Arbeits­platz und im Weiteren an das Konzept. Einige Beispiele von Aufga­ben­typen:

Einzel­arbeit
Reine Sachbe­ar­beitung, Facharbeit, Hierarchie, Diskretion

Teamarbeit
Sach-, Fach- und Projekt­arbeit in Zusam­men­arbeit

Gruppen­arbeit, Projekt­be­ar­beitung
Sacharbeit, Facharbeit in großer Gruppe

Die Einzel­arbeit beschreibt Tätig­keiten, die z.B. wieder­keh­rende, sehr spezi­fische Aufgaben umfassen, die der Einzelne erledigt. Es können aber auch Arbeiten sein, die ein hohes Maß an Konzen­tration erfordern, sowie hierarchie­bedingte Einzel-Aufgaben, sowie die Bearbeitung sensibler Aufgaben mit hohem Diskre­ti­ons­an­spruch.

Die Gruppen­arbeit beschreibt Tätig­keiten, die im engen Austausch innerhalb eines Prozesses oder Projektes von mehreren Mitar­beitern erfüllt werden, bzw. Aufgaben deren Ablauf­struktur eine enge Vernetzung mehrerer Mitar­beiter bedingt.

Entscheidend für die Ableitung eines Bürokon­zeptes ist jedoch auch die Frage nach zeitlicher Klassi­fi­zierung der Arbeits­aufgabe. Sind die Aufga­ben­typen temporär oder dauerhaft? Müssen sie flexibel oder statisch sein?

Konse­quenzen

Dauer­hafte Einzel- oder Gruppen­ar­beiten bedingen eine statische Büroraum­planung. Meist setzen sie sich aus Einzel- oder Gruppen­büros zusammen, deren Maß an Flexi­bi­lität eher gering ist. Diese Einzel- und Gruppen­büros können je nach Kommuni­kations­anforderung aber auch Teil einer Open Space- oder Kombibüro-Lösung sein.

Temporäre Einzel- oder Gruppen­ar­beiten sind in ihrer Berück­sich­tigung im Bürokonzept wesentlich komplexer. Häufig werden hierfür auch Desks­haring-Modelle, non-terri­torial Modelle oder spezielle Bereiche mit tempo­rären Arbeits­plätzen vorge­sehen.

Temporäre Einzel­ar­beiten können sowohl Tätig­keiten von Vertriebs­mitarbeitern beschreiben, die nur selten im Büro sind, als auch Arbeits­zeitmodelle von Teilzeit­kräften berück­sich­tigen.

Analyse

Aus einer unten stehenden Abfrage kann sowohl die Aufga­benart, die Anfor­de­rungen an die Kommu­ni­kation, als auch die Dauer­haftigkeit abgefragt werden. Hieraus lassen sich nun konkrete Anfor­de­rungen an den einzelnen Arbeits­platz und in Summe an das Bürokonzept ableiten.

Fazit zur Arbeits­aufgabe

ZELLENBÜRO

Einzel­arbeit, isoliert, konzen­triert, Sachbe­ar­beitung, Arbeiten mit Diskre­ti­ons­an­spruch (Hierarchie), wenig Kommu­ni­ka­ti­ons­bedarf

GRUPPENBÜRO

Teamarbeit, Arbeits­aufgabe innerhalb eines Aufga­ben­pro­zesses, kreative Gemein­schafts­arbeit, Projekt­arbeit, Kompetenz­unter­stützung, hoher spontaner Kommuni­kations­bedarf innerhalb der Gruppe

KOMBI-BÜRO

Einzel­arbeit, isoliert, konzen­triert, Sach­bearbeitung, Arbeiten mit Diskretions­anspruch (Hierarchie), hoher geplanter Kommuni­kationsbedarf (Kombizone)

OPEN SPACE BÜRO

Gruppen­arbeit, geringer Konzentrations­bedarf, hoher spontaner Kommunikations­bedarf, Tätig­keiten mit wechselnden Mitar­beitern (Arbeits­zeit­mo­delle)

BÜROLAND­SCHAFT

unter­schied­liche Arbeits­auf­gaben in unter­schied­lichen Bürobe­reichen, die Wahl des Arbeits­platzes kann der Arbeits­aufgabe angepasst werden; isolierte, konzen­trierte Einzel­arbeit bis kommu­ni­kative, kreative Gruppen­arbeit, Tätig­keiten mit wechselnden Mitar­beitern (Arbeits­zeit­mo­delle)

Kultur
Wichtiger Baustein der Unter­neh­mens­kultur.

Grund­lagen

Nichts spiegelt die Seele eines Unter­nehmens so klar wieder, wie das Bürokonzept. Es ist ein wichtiger Baustein der Unter­neh­mens­kultur und des CI.

Moderne Bürokon­zepte beschränken sich nicht auf die Gestaltung der Arbeits­plätze, sondern kreieren eine Arbeitswelt in der es neben der Aufga­ben­er­füllung gleicher­maßen um die Umsetzung der Unter­neh­mens­kultur geht.

Dabei gibt es hinsichtlich des Konzeptes kein gut oder schlecht, vielmehr ein passend oder unpassend.Keinesfalls darf ein Bürokonzept umgesetzt werden, um ein bestimmtes CI zu verfolgen, eine Unter­neh­mens­kultur zu manifes­tieren oder Hierar­chien abzubilden.

Das Konzept muss den Anfor­de­rungen folgen und darf nicht einem anderen Diktat unter­liegen. Jedoch kann das Bürokonzept maßgeblich zur Umsetzung der Unter­nehmensstruktur beitragen und die Unter­nehmens­kultur und das CI fördern.

Konse­quenzen

Grund­sätzlich ist die Haupt­an­for­derung an ein Bürokonzept, die effektive Erfüllung der Arbeits­aufgabe zu gewähr­leisten. Somit steht die Analyse der Arbeits­aufgabe im Vorder­grund.

Ein neues Bürokonzept ist jedoch auch immer eine Chance für Verän­de­rungen. Die Frage nach einem zum Unter­nehmen passenden oder gewünschtem Konzept kann damit einher­gehen. Dementspre­chend ist ein neues Bürokonzept auch immer eine Möglichkeit über Arbeits­auf­gaben und Abläufe, über Kommuni­kations­anforderungen, über Wertschätzung und Motivation oder über die Unter­neh­mens­kultur nachzu­denken.

Dies sind Prozesse, die moderiert in Workshops und Inter­views gemeinsam mit den Mitar­beitern erarbeiten werden sollten, um eine spätere Akzeptanz sicher­zu­stellen.

Das Bürokonzept darf keineswegs Mittel des Marke­tings werden und als moder­nis­ti­scher Trend den Mitar­beitern „überge­stülpt“ werden, ohne die Imple­men­tierung der Arbeits­pro­zesse sorgfältig vorbe­reitet zu haben.

Die Analyse der Struktur, der Kultur und des CI hinsichtlich eines neuen Bürokon­zeptes bringt kein mathe­ma­ti­sches Ergebnis hervor. Vielmehr erhalten Werte und Grund­sätze Einzug in die Bürowelt und können dort mit Leben gefüllt werden.

Welche hierar­chi­schen Struk­turen existieren und wie sollen diese abgebildet werden? Wie sieht das Arbeits­zeit­modell aus? Sind die Arbeits­auf­gaben prozess- und zielori­en­tiert? Wie empfange ich Gäste, Kunden und Liefe­ranten? Was verlange ich von meinen Mitar­beitern und was biete ich ihnen?

Die verschie­denen Bürokon­zepte eröffnen unter­schied­liche Chancen und Möglich­keiten.

Fazit zur Kultur

ZELLENBÜRO

intro­ver­tiert, diskret, seriös, wenig Offenheit, kaum gemein­schaftlich, wenig besucher­freundlich, hohe Mitar­bei­ter­ak­zeptanz

GRUPPENBÜRO

teamori­en­tiert innerhalb der Gruppen, wenig besucher­freundlich, wenig Akzeptanz bei den Mitar­beitern (je nach Gruppen­größe)

KOMBI-BÜRO

durch Kombizone deutlich offener als reine Zellen­struk­turen, Kombizone als Zusatz­an­gebot, kreative Gestaltung, gemein­schafts­för­dernd, besucher­freundlich

OPEN SPACE BÜRO

offen, mitein­ander, flache Hierar­chien, kreative Gestaltung möglich, meist geringe Mitarbeiter­akzeptanz, da die Individualisier­barkeit fehlt und akustische und visuelle Störungen zu groß sind, diverse Arbeits- und Arbeits­zeit­mo­delle abbildbar

BÜROLAND­SCHAFT

offen, kreativ, freundlich gegenüber Besuchern, großes Zusatz­an­gebot abbildbar, unter­schied­liche Arbeits- und Arbeitszeit­modelle abbildbar, Wahl des Arbeits­platzes entspre­chend der Arbeits­aufgabe, sehr gemeinschafts­fördernd, meist hohe Mitar­bei­ter­ak­zeptanz.

Archi­tektur
Raum für effek­tives Arbeiten.

Grund­lagen

Die Umsetzung der verschie­denen Bürokon­zepte bedingt sehr unter­schied­liche Anfor­de­rungen an die Archi­tektur. Somit sind gerade Überle­gungen zu Verän­de­rungen im Bestand häufig einge­schränkt, bzw. muss das Bürokonzept erarbeitet sein, bevor eine neue Immobilie angemietet oder errichtet wird.

Bei den archi­tek­to­ni­schen Verbind­lich­keiten eines Bürokon­zeptes sind es neben der Gebäu­de­tiefe, der Raumhöhe, den Stützen­stel­lungen und den natür­lichen Belich­tungen auch die technische Ausstattung. Flexible Nutzungen z.B. als Open Space bedingen flexible Elektri­fi­zie­rungen, Heizung, Lüftung und Beleuchtung, auch in den Mittel­zonen. Zellen­struk­turen erfordern hingegen meist lediglich eine starre Infra­struktur an den Fassa­den­seiten.

Konse­quenz

Nicht jedes Bürokonzept ist in jeder Archi­tektur umsetzbar. Mit der Analyse der Konzept­pa­ra­meter kann somit die Grundlage für eine neue Archi­tektur ermittelt werden, bzw. aus der Analyse der Bestands­ar­chi­tektur die Konzept­mög­lich­keiten abgeleitet werden.

Fazit zur Archi­tektur

ZELLENBÜRO

geringe Gebäu­de­tiefe, gleich­mä­ßiges Fassa­den­raster, flexibles Büro­trennwand­system, Belichtung und Beleuchtung raumweise indivi­duell steuerbar, Elektri­fi­zierung auf Fassaden­raster abgestimmt entlang der Fassade

GRUPPENBÜRO

mittlere Gebäu­de­tiefe (zweireihige Möblierung), gleich­mä­ßiges Fassa­den­raster, flexibles Bürotrenn­wandsystem, Belichtung und Beleuchtung raumweise indivi­duell steuerbar, Elektri­fi­zierung auf Fassaden­raster abgestimmt entlang der Fassade

KOMBI-BÜRO

große Gebäu­de­tiefe, gleich­mä­ßiges Fassaden­raster, flexibles Bürotrenn­wandsystem, Belichtung und Beleuchtung raumweise indivi­duell steuerbar, Elektri­fi­zierung auf Fassaden­raster abgestimmt entlang der Fassade, Kombizone klima­ti­siert, indivi­duelle Beleuchtung, Elektri­fi­zierung entspre­chend der Nutzung meist über Boden­tanks

OPEN SPACE BÜRO

unter­schied­liche Gebäu­de­tiefen (eher größer), flexible oder gleich­mäßig geplante Elektri­fi­zierung über Boden­tanks, Klima­ti­sierung, zentrale Belich­tungs­steuerung, meist Grund­beleuchtung mit indivi­du­eller Arbeits­platz­beleuchtung, raumakus­tische Maßnahmen über Decke, Wände, Raumglie­de­rungen und das Mobiliar

BÜROLAND­SCHAFT

unter­schied­liche Gebäu­de­tiefen (eher größer), flexible oder gleich­mäßig geplante Elektri­fi­zierung über Boden­tanks, Klima­ti­sierung, manuelle Lüftung in den Büros, zentrale und manuelle Belichtungs­steuerung, meist Grund­beleuchtung mit indivi­du­eller Arbeits­platz­beleuchtung, raumakus­tische Maßnahmen über Decke, Wände, Raum­gliederungen und das Mobiliar in den offenen Bereichen.