Hund Möbel­werke GmbH & Co KG
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bdia Bundes­mit­glie­der­ver­sammlung 2017

bdia Bundes­mit­glie­der­ver­sammlung verab­schiedete am 11. November 2017 die Berliner Erklärung: Wohnraum schaffen, Bestand nutzen – mit Innen­ar­chi­tekten.

Der hohe Bedarf an Wohnraum, insbe­sondere an bezahl­barem Wohnraum, muss durch eine nachhaltige und ausge­wogene Wohnungs­bau­po­litik gedeckt werden, die die richtigen Anreize setzt. Die Umnutzung und Erwei­terung von Bestands­ge­bäuden muss ein wesent­licher Bestandteil einer erfolg­reichen, nachhal­tigen Strategie sein. Innen­ar­chi­tek­tinnen und Innen­ar­chi­tekten sind die Experten für Bauen im Bestand.

In nachhaltige Lebens­welten inves­tieren.

Durch die verstärkte Einbe­ziehung von Bestands­ge­bäuden in die Wohnungs­bau­po­litik ist es besser möglich, genera­ti­ons­über­grei­fende, integrative und nachhaltige Lebens­welten zu schaffen.

Intel­li­gente Lösungen für bezahl­baren Wohnraum reali­sieren.

Guter und bezahl­barer Wohnraum muss den Bedürf­nissen aller Bewohner gerecht werden. Die Gestaltung komplexer Räume und die Fokus­sierung auf die Bedürf­nisse der Nutzer ist die Kernkom­petenz von Innen­ar­chi­tek­tinnen und Innen­ar­chi­tekten. Sie erreichen optimale Ergeb­nisse innerhalb eines Budgets. Das ist besonders im bezahl­baren Wohnungsbau von großer Bedeutung.

Der neu zu schaf­fende Wohnraum muss gefördert werden durch:

  1. Die schnelle Bereit­stellung von öffent­lichen Grund­stücken durch die öffent­liche Hand mittels einer Vergabe, die sich nicht am Höchst­preis, sondern am gesell­schaft­lichen Wert der künftigen Nutzung orien­tiert. Erbpacht stellt eine wichtige Alter­native zum Verkauf dar, um Bauland günstig zu Verfügung zu stellen.
  2. Die Aufstellung von Bebau­ungs­plänen mit Förder­kon­tin­genten für preis­ge­bundene Wohnungen.
  3. Die Verein­fa­chung und Verein­heit­li­chung des föderalen Bauord­nungs­rechts.
  4. Die Erhöhung der steuer­lichen Normal­ab­schreibung von 2 auf 3 Prozent sowie die Einführung einer zeitlich befris­teten und räumlich begrenzten Sonder­ab­schreibung als Anreiz für den Neubau bezahl­barer Mietwoh­nungen in Kombi­nation mit einer Mietober­grenze.

Zahlreiche Anfor­de­rungen an neu zu schaf­fenden Wohnraum umsetzen.

  1. Innen­ent­wicklung vor Außen­ent­wicklung: Ressourcen werden durch die Auswahl nachhal­tiger Materialien und durch räumliche Verdichtung geschont. Der neue Bauge­bietstyp „Urbane Gebiete“ ist ein erster richtiger Schritt. Kommunen müssen recht­liche Spiel­räume in der Geneh­mi­gungs­praxis nutzen. Die Geneh­migung von Aufsto­ckungen und Dachaus­bauten ist hierfür ein gutes Beispiel. Ungewöhn­liche Orte müssen nutzbar werden.
  2. Klima­neu­trale Gebäude: Um im Jahr 2050 einen klima­neu­tralen Gebäu­de­be­stand zu haben, bedarf es einer abgestimmten Gesetz­gebung und zielge­rich­teten Förderung. Geeignete KfW-Förder­pro­gramme für energie­ef­fi­zi­entes Bauen und Sanieren sowie Abschrei­bungs-möglich­keiten bilden dabei eine wichtige Grundlage. Durch gute Beratung und Planung können ökono­mische und ökolo­gische Aspekte in Überein­stimmung gebracht werden.
  3. Inklusion: Barrie­re­freiheit muss im Wohnraum, im Gebäude und im Quartier von Anfang an im Planungs­prozess berück­sichtigt werden.
  4. Normen und Standards: Normen und Standards müssen auf ihre Kosten-Nutzen-Wirkung und daraufhin überprüft werden, ob sie plane­rische Freiheiten und kreative Problem­lö­sungen ausrei­chend berück­sich­tigen.

Wohnraum muss allen Wohn- und Lebens­formen gerecht werden und wandlungs­fähig sein.
Dem Bedürfnis nach Indivi­dua­lität, Funktio­na­lität und Sicherheit muss ebenso Rechnung getragen werden wie den sozialen Bedürf­nissen.

Innen­ar­chi­tek­tinnen und Innen­ar­chi­tekten sind spezia­li­sierte Gestalter und Planer für Innen­räume und das direkte Umfeld, im Bestand und im Neubau. Sie sind Experten für die Entwicklung von Raumstruk­turen und Funkti­ons­op­ti­mierung in allen gesell­schaft­lichen Bereichen.