5. imm Cologne Congress

Weitgehend unbehelligt vom Sturmtief „Friederike“ fand am 18. Januar der 5. IMM Cologne Congress statt. Die internationale Möbelmesse IMM bildete den eindrucksvollen Rahmen des eintägigen Kongresseses, der dieses Jahr wie folgt überschrieben war: „Von Nice to have zum Überlebenskampf – Erfolgsfaktoren für den Möbel E-Commerce“. Unter diesem Motto fanden sich zahlreiche Vertreter aller Handelsstufen der Wohnmöbelbranche im Kongresszentrum der Köln Messe ein. Ein hochkarätig besetztes und breit gefächertes Referentenpublikum bot eine spannende und informative Veranstaltung, die vor allem durch die Referenten und unterschiedlichen Formate glänzte. Vorträge, Podiumsdiskussionen und „Round Tables“ sorgten im Tagesablauf für Abwechslung. Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Institut für Handelsforschung führte durch den Tag. In seiner Einführung stellt er die immer wichtiger werdende Kundenzentrierung des Handels in den Vordergrund. Die unterschiedlichen Vertriebsformate wie Online-Handel und stationärer Handel ergänzen sich immer öfter und immer stärker, die Händler sehen sich immer öfter hervorragend informierten Kunden gegenüber. („Smart Consumer“). Omnichannel ist das neue Zauberwort.

Bild vom Eingang Süd der Messe Köln
Foto: koelnmesse - Eingang Süd

Eindrücklich war der Vortrag Oskar Schilchers, dem Chief Investment Officer der Equistone Partners Europe Ltd., die seit 2012 Mehrheitsgesellschafterin der Vivonio Furniture Group ist. In unserer Branche hat dieser Name zuletzt für Aufmerksamkeit gesorgt. Neben Leuwico gehört nun auch das Unternehmen FM zum Portfolio. Das Unternehmen MAJA, das Möbel unter anderem für IKEA produziert, gehört ebenfalls zum Firmenportfolio. Herr Schilcher betonte, dass er sich nicht vorstellen könne, dass die Unternehmen, die zur Gruppe gehören, als Anbieter direkt im Internet auftreten. Man habe sich intensiv mit den Anforderungen großer Möbelhäuser wie IKEA auseinandergesetzt und Produktion sowie Produktentwicklung ganz auf deren Anforderungen ausgerichtet. Diese Händler allerdings, bauen ihre Internetpräsenz massiv aus. Darauf stelle man sich als Hersteller entsprechend ein. Denn damit wandeln sich die Anforderungen an die Hersteller.

Marc Appelhoff, Vorstandsmitglied der Home 24 AG, machte den etablierten Händlern eindrucksvoll deutlich, wo er die Zukunft sieht und welche enorme Kundenzentrierung Home 24 an den Tag legt. So fragte er, ob nicht irgendwann Augmented Reality (AR) in Vebindung mit Videotechnik performanter sein könnte als Showräume und diese damit überflüssig machen könnte. Auch die Anforderungen an die Lieferanten sind immens. Wer nicht absolut zuverlässig und pünktlich liefert, wird ausgelistet. Augmented Reality (AR) ist ein gutes Stichwort. Roel Pollen, Gründer von 3Dimerce BV, sieht den großen Durchbruch bei Augmented Reality, da das Zusammenspiel zwischen Einfachheit in der Bedienung mobiler Endgeräte, Hard- und Software ein hohes Niveau erlangt hat.

Deutlich wurde auf dem Kongress, dass sowohl für Händler, als auch für Hersteller, ein digitales Marketing eine absolute Pflicht ist. Die Hürden für den E-Commerce sind da schon deutlich höher. Marktplätze wie Amazon, ebay oder auch Otto, haben hohe Anforderungen und stellen die Hersteller vor große Herausforderungen. Wer wirklich in den E-Commerce einsteigen möchte, sollte sich fragen, ob die Wahl eines Marktplatzes oder der Aufbau eines eigenen Onlineshops sinnvoller ist.

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