Fuorisalone und Salone del Mobile – Ein Rückblick

Manch Großes wird aus der Not geboren. So auch in Mailand. Um die horrenden Standpreise auf dem Messegelände nicht bezahlen zu müssen, entstand der „Fuorisalone“, eine Fortsetzung der Mailänder Möbelmesse in der Innenstadt. Heute umfasst der Fuorisalone fast das gesamte Zentrum der norditalienischen Stadt. Immer im April öffnen Palazzi, Museen und Ausstellungsgelände ihre Tore für das interessierte Publikum. Alles steht im Zeichen des Designs und des „made in Italy“. Und man entdeckt wunderbare Hinterhöfe, eindrückliche Palazzi und umfunktionierte Industriehallen, in die man normalerweise nie einen Fuß setzten könnte oder dürfte.

Milan Design Week
Quelle: Daily Design News

Aber erst das Zusammenwirken beider Formate macht die Mailänder Möbelmesse so einzigartig und „I Saloni“ zum geflügelten Wort. Auf dem Messegelände können wahlweise die Ausstellungsobjekte und/oder der beeindruckende Standbau bzw. die Inszenierung der Ausstellungsstücke bewundert werden. Dies galt in diesem Jahr ganz besonders, da die Küchen- und die Badmöbelhersteller präsent waren. Die Küchenhersteller beeindruckten durch die Kombination aus Technologie und Design. Überhaupt die Technologie. Sie nimmt eine immer wichtigere Rolle ein. Und die Küchen sind die Vorreiter. Die Badmöbelhersteller zeigten minimalistische und puristische Formen. Längst ist das Bad seiner rein funktionalen Form entwachsen und hat sich zu einer Wellness-Oase gemausert.

Bild von einer schwarzen, freistehenden Badewanne
Quelle: modod

Diese Entwicklung hat es übrigens mit den Küchen gemeinsam. Es wird auch dort zelebriert und präsentiert. Die Möbelhersteller wollen da nicht zurückbleiben. Und die italienischen Familienunternehmen zeigen ihr ganzes Können. Und feiern. Minotti wird 70 Jahre jung. Und feiert gleich zwei Mal. Neben dem 70jährigen Firmenjubiläum wird die 20jährige Zusammenarbeit mit dem Architekten und Designer Rodolfo Dordoni begangen.

Wohnzimmer mit Sofa und Lichtinstallation.
Quelle: Minotti

Aber nicht nur Möbelhersteller zeigten ihr Können. Auch Modeunternehmen oder Automobilkonzerne nutzen die „Saloni“, um sich zu präsentieren. So zeigte Audi im Innenhof eines Palazzo aus dem 16. Jahrhundert wie die Mobilität der Zukunft aussehen könnte. Das autonome Fahren ist nicht mehr weit. Der Leuchtenhersteller Artemide nahm das Firmensymbol, die Ringe, auf und kreierte im Innenhof eine beeindruckende Lichtinstallation.

Bild von einem Innenhof mit Autos.
Quelle: Ansa

So bleibt nach einer Messewoche die Erkenntnis, dass Design eine universelle Sprache ist, die in den unterschiedlichsten Branchen gesprochen wird. Und sie führt Menschen aller Herkunftsländer zusammen. Wenn das mal kein Verdienst ist….

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