Hat das Büro eine Zukunft?

Gemäß Wikipedia ist das Büro ein Raum, in dem ganz überwiegend Verwaltungstätigkeiten ausgeübt werden. Es wird geschrieben, gerechnet oder Besprechungen abgehalten. Dank moderner und sicherer Technologie also nichts, was nicht auch von zu Hause aus machbar wäre. Wozu also noch Büros? Der IBA (Industrieverband Büro und Arbeitswelt)unterscheidet grundsätzlich fünf verschiedene Büroformen:  das Zellenbüro, in dem jeder Mitarbeiter ein Einzelzimmer hat, das Gruppenbüro, in dem sich zwei bis vier Mitarbeiter einen Raum teilen, das Kombibüro, das sowohl Einzel- als auch Gruppenräume bietet, das Open-Space- oder Großraumbüro, in dem die Arbeitsplätze nicht durch massive Wände abgetrennt werden, und die Bürolandschaft, in der sich Gruppen-, Stillarbeitsplätze, Konferenz- und Begegnungszonen mischen. Und dies soll nun alles durch das Homeoffice ersetzt werden?

Hund Möbelwerke | Die Zukunft des Büros
Quelle: LanKogal/shutterstock.com

Wohl kaum. Noch ist völlig unklar, wie sich die Rolle des Heimarbeitsplatzes weiterentwickeln wird. Sicher ist, dass er schon vor Covid-19 existierte. Und er wird bleiben. Verschiedene Studien zeigen, dass sich ein nicht unerheblicher Anteil der Arbeitnehmer wünscht, ab und an von zu Hause aus zu arbeiten. Aber eben nicht dauerhaft. Und darauf könnte es hinauslaufen. Eine gleichberechtigtere Aufteilung zwischen der Arbeit von zu Hause aus und der Arbeit im Büro. Die Politik scheint diese Aufteilung jedenfalls gesetzlich zu unterstützen und befördern zu wollen. Und es stimmt ja. Was für Arbeitgeber Produktivitätsgewinne bedeuten kann, bedeutet für Arbeitnehmer mehr Flexibilität und eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Ein Abgesang auf das Büro ist also verfrüht. Aber es wird sich wandeln. Hin zu einem Ort der noch intensiveren Kommunikation, des Austausches und des sozialen Miteinanders. Dies wird natürlich auch Auswirkungen auf die Einrichtung haben. Sie haben Fragen zur Planung? Hier entlang!