Wir trauern um unseren früheren Seniorchef

Am vergangenen Sonntag ist der frühere Seniorchef der Hund Möbelwerke GmbH & Co KG Gerd Hund gestorben. Er leitete das Unternehmen bis 1993 als Geschäftsführer und war bis 1998 als Berater begleitend tätig. Gerd Hund ist am 01.01.1946 gemeinsam mit seinem Bruder Horst als persönlich haftender Gesellschafter in das Unternehmen eingetreten und erreichte das 98. Lebensjahr.

1952 baute Gerd Hund das Werk Biberach als weiteren Standort neben dem Stammwerk in Wolfach auf. Aufgrund der schwierigen geografischen Lage des Stammwerkes wurde die Produktion in Biberach immer stärker erweitert. Die Produktionshallen wurden in den Nachkriegsjahren kontinuierlich ausgebaut, bis 1983 schließlich die Produktionsgebäude in der heute bekannten U-Form vervollständigt wurden. Damit konnte auch die industrielle Serienfertigung in Biberach endgültig Einzug halten, ehe abermals aus Platzgründen die Endmontage 1991/92 verlagert wurde, dieses Mal in das neu gegründete Tochterunternehmen nach Sulzdorf in Unterfranken. Das Werk Biberach konzentriert sich seither auf die hochautomatisierte Bauteilefertigung und den Spezialmöbelbau.

Gerd Hund trieb nicht nur die Industriealisierung der Produktion, sondern auch die ersten Digitalisierungsschritte voran. Er war sich aber auch nicht zu schade, mit seinem Abschluss als Diplom-Kaufmann zunächst selbst in der Produktion zu arbeiten und hat nahezu alle kaufmännischen Positionen von Einkauf bis Vertrieb phasenweise selbst übernommen gehabt. Ab 1982 führte er das Unternehmen gemeinsam mit Dieter Hund, dem Vater des heutigen Co-Geschäftsführers André Hund. 1993 übergab er im Alter von 70 Jahren die Geschäftsleitung mit einer finanziell soliden Basis an seinen Sohn Hendrik. Mittlerweile wird das Unternehmen in der 3. und 4. Generation von André und Hendrik Hund geführt.

Gerd Hund war nicht nur beruflich, sondern auch im Ehrenamt aktiv, so beispielsweise als Vorstands- und Beiratsmitglied des damaligen Verbandes der deutschen Büromöbelindustrie, in der Tarifkommission des Arbeitgeberverbandes und als ehrenamtlicher Richter am Landesarbeitsgericht in Offenburg.

Wir verneigen uns vor seinem Lebenswerk und seinem unermüdlichen und bescheidenen Engagement für die Firma. Er hinterlässt seine Ehefrau und eine große Familie mit sieben Kindern, deren Ehepartnern, 15 Enkeln und 2 Urenkeln.

Geschäftsleitung